Seit 1. Dezember 2003 können Hilfe suchende Frauen und Kinder unter das neu errichtete Dach des Frauenhauses ziehen.
Der offiziellen Eröffnung am 2.April 2004 gingen fünf Jahre Arbeit voraus, in denen Leka Gape Mitarbeiter bürokratische Hürden überwanden, am Bau seit Mitte Juni 2003 aber auch selbst mit Hand anlegten.
Das Schutzhaus ist ein wichtiger Pfeiler der Sozialarbeit von Leka Gape. Misshandelte Frauen, obdachlose Kinder und Jugendliche können hier Schutz und tatkräftige Unterstützung finden. Hilfe für vergewaltigte und misshandelte Frauen ist bitter nötig.
Trotz des "Domestic Violence Act" - eines Gesetzes, das es erlaubt, gewalttätige Männer aus dem näheren Umfeld der Frauen zu verbannen, wagen es viele Frauen nicht, sich mit ihren Problemen und Nöten an eine Hilfsorganisation zu wenden.
Sie haben Angst, abgestempelt zu werden, Angst vor einer Zukunft auf eigenen Beinen, abseits der traditionellen Familienmuster, Angst vor den Folgen ihres Handelns - und vor allem Angst vor ihren Partnern. Männer, denen die Frauen in ihren Augen "weggenommen" wurden, reagieren oftmals mit Verfolgung und weiterer Gewalt.
Ebenso wichtig wie der Schutz dieser Frauen vor ihren Männern ist die Unterstützung und Hilfestellung für Straßenkinder, die oft bereits leidvolle Erfahrungen mit Gewalt machen mussten und im Frauenhaus zum ersten Mal Zuwendung und sozialpädagogische Betreuung erfahren.
Das Haus, das durch einen hohen Zaun geschützt ist, bietet Platz für 48 Menschen. Eine Sozialarbeiterin, eine Betreuerin für die Kinder und Jugendlichen, sowie ehrenamtliche MitarbeiterInnen nehmen sich ihrer an. Für die Sicherheit der Bewohner sorgt ein eigens eingestellter Wachmann.
Doch mit reiner Soforthilfe ist es nicht getan. Die Schutzsuchenden benötigen eine langfristige Perspektive, sie müssen in der Lage sein, später selbständig und eigenverantwortlich leben zu können. Daher entwerfen die Mitarbeiterinnen gemeinsam mit den Betroffenen Pläne für ihre Zukunft. Für Waisen suchen sie Pflegeeltern; Erwachsenen helfen sie bei der Suche nach einer Wohnung und einem Arbeitsplatz.
Die Mitarbeiterinnen bemühen sich, den Frauen und Kindern bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse zu helfen und ihnen durch zahlreiche Freizeitangebote die Freude am Leben zurück zu geben. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sind Aus- und Weiterbildungsprogramme, mit denen individuelle Stärken entdeckt und gefördert sowie neue Perspektiven möglich werden.
Darüber hinaus wird Leka Gape mithilfe der Hilfsorganisation Love Life verstärkt Aufklärungsarbeit leisten. In enger Kooperation mit anderen Organisationen sollen Frauen über ihre Rechte und Möglichkeiten informiert und Kampagnen über die Gefahren von HIV/Aids und Drogenabhängigkeit initiiert werden.
Bisher erhielt Leka Gape für dieses Projekt Mittel vom Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit, dem WFD und der Initiative Südafrika, den Rest brachte die Organisation selbst auf.
Doch Schutz und Sicherheit für Frauen und Kinder sind nicht zum Nulltarif zu bekommen. Die Angestellten müssen bezahlt, das Haus in Stand gehalten werden und die Bewohner brauchen einen gesicherten Unterhalt.
Unterstützen Sie die Arbeit des Schutzhauses!