Caro

Letztes Jahr habe ich mein Fachabitur im Bereich Gestaltungstechnik gemacht und bin 19 Jahre alt. Obwohl mein Schwerpunkt in der Gestaltungstechnik lag, habe ich während meiner letzten Schuljahre immer mehr Interesse für Afrika und soziales Engagement entwickelt und mich vom Bereich Kunst und Design eher abgewandt.

Nach meinem Abschluss hatte ich mir auf jeden Fall zum Ziel gesetzt, für längere Zeit nach Afrika zugehen und dort in einem sozialen Projekt zu arbeiten, um benachteiligte und arme Menschen unterstützen zu können.

Um dieses Ziel zu erreichen, recherchierte ich viel im Internet und besuchte auch themenspezifische Seminare, um eine passende Organisation zu finden. Aber auf Leka Gape wurde ich dann doch nur durch Zufall aufmerksam, als mich eine Bekannte, deren Tochter bei Leka Gape war, daraufhin gewiesen hatte.

Daraufhin sammelte ich im Internet mehr Informationen über Leka Gape und nachdem ich überzeugt war, bewarb ich mich und wurde genommen. Als ich nach Südafrika flog, hatte ich ganz andere Vorstellungen von der aktuellen Situation in Lulekani und dachte, dass der Lebensstandard viel niedriger wäre und ich nicht mit Fließend Wasser zu rechnen hätte.

Also ich war dann doch sehr erstaunt, dass wir Praktikanten in einer Lodge untergebracht werden. Allgemein muss ich zugeben, dass die Eingewöhnungsphase für mich relativ schwer war, da ich mir vieles ganz anders vorgestellt hatte.

Aber als ich dann meinen Arbeitsbereich gefunden hatte, merkte ich schnell, dass wenn man etwas bewegen will und motiviert ist, dann kann man hier alles erreichen.

Auf jeden Fall habe ich jetzt viele verschiedene Arbeitsfelder gefunden für die ich verantwortlich bin, unter anderem bin ich Food und Health Manager, arbeite in einem externen Projekt mit Behinderten.

Außerdem habe ich das Weihnachtsfest für die Kinder und Frauen im Shelter organisiert und zurzeit renoviere ich das Shelter mit Spenden, die ich vor meiner Ankunft in Deutschland gesammelt hatte.

Durch meinen neunmonatigen Aufenthalt hoffe ich all meine hier erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen in meinem zukünftigen Studium, im Bereich der internationalen Sozialen Arbeit anwenden zu können.

Letztendlich genieße ich meine Zeit hier und habe mir hier ein fast komplett neues Leben aufgebaut. Ich bin mit Herz und Seele hier und versuche meine Zeit so gut wie möglich zu nutzen, damit ich am Ende sagen kann: Ich habe etwas erreicht!